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Blick von Tippelsberg nach Süden auf
den Stadtpark


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Das Bochumer Stadtparkviertel

Lageplan

Das Stadtparkviertel wird begrenzt:
> Im Westen durch die Herner Str.
> Im Norden durch den Ruhrschnellweg (A 40).
> Im Osten durch den Stadionring.
> Im Süden durch Castroper Str. und Nordring.
Der bedeutendste Teil dieses Stadtviertels ist der Denkmalbereich. Er repräsentiert ein starkes Stück Bochum, in Art und Aufbau im Ruhrgebiet seinesgleichen suchend. Wichtige Bestandteile, speziell die in städtischem Besitz befindlichen Villen Marckhoff-Rosenstein und Nora, sind jedoch in äußerst desolatem Zustand. Gleiches trifft auch auf die dazugehörigen Vorgartenzonen zu - einschl. der Goetheschule (hier wurde auf unsere Intervention inzwischen 'Hand angelegt'). Der ungepflegte Engstand an Büschen und Gehölzen mit den daraus resultierenden Fehlentwicklungen, wie überhaupt auch die Gehölzsituation in den Straßen rd. um's Museums, wird den Anforderungen einer grünen Architektur und einem attraktiven Museumsumfeld nach Ansicht der BAS nicht mehr gerecht. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.


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BÜRGERINITIATIVE AM STADTPARK
Vertreten durch Hans-Otto Forth, Horst Werner, Dr. Horst Manns

Verkehrsproblematik im Bereich 'Östl. Stadtparkviertel'

20 Maßnahmenvorschläge

Erstellt auf der Grundlage der Agenda für das Stadtparkviertel von Okt. 1998
- Stand 10.08.2000 -i.



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BÜRGERINITIATIVE AM STADTPARK
Vertreten durch Hans-Otto Forth, Horst Werner, Dr.Horst Manns

Konzept
Parken im Stadtparkviertel

Erstellt auf der Grundlage der Agenda für das Stadtparkviertel von Okt. 1998
Bearbeitung
Hans-Otto Forth u. Dr. Horst Manns
Kontakt:
Hans-Otto Forth
Schillerstr. 7, 44791 Bochum
Fon 0234/580478
Bochum, im August 2000


BÜRGERINITIATIVE AM STADTPARK
Vertreten durch Hans-Otto Forth, Horst Werner, Dr.Horst Manns
Agenda für das Stadtparkviertel

Konzept 'Parken im Stadtparkviertel'
(1) Thesen
1.1 Das Stadtparkviertel verkommt immer mehr zu einem Großparkplatz.
Rund um den Stadtpark werden fast überall im öffentlichen Straßenraum Autos ab-gestellt. Auf die Anwohner entfällt dabei ein Bedarf von schätzungsweise mehr als 2.000 Plätzen. Ein Großteil davon ist durch eigene Garagen / Stellplätze abgedeckt. Nicht übersehen werden darf hierbei aber, dass für Stellplätze, aufgrund des allgemeinen Parkdrucks, vielfach auch Vorgärten geopfert worden sind. Diese Vorgärten sind für das Stadtparkviertel typisch und insofern als Teil der Raumstruktur durch die Denkmal-satzung mit geschützt.

1.2 Der Parksuchverkehr im Stadtparkviertel ist überdurchschnittlich hoch. Der Parksuchverkehr macht in Großstädten im allgemeinen 40-50% des Verkehrs aus, heißt es. Im Stadtparkviertel dürfte die Quote eher noch höher liegen, bedingt vor allem durch große lokale Verkehrserzeuger wie Kliniken, Behörden, Schulen, Sport- und Ver-sammlungsstätten von überörtlicher Bedeutung, Büros u.a. Hinzu kommen Berufstätige und Einkaufsfahrer, die es vorziehen, statt in Parkhäusern der Innenstadt, auf den innenstadtnahen Straßen des Stadtparkviertels kostenlos zu parken und den Weg in die Innenstadt zu Fuß zurückzulegen. Von Stadtparkbesuchern z. B. ist dann tagsüber rund um den Stadtpark meist nur unter erheblichem Suchaufwand und mit viel Glück ein freier Parkplatz zu finden.

1.3 Das 'wilde' Parken rund um den Stadtpark nimmt immer stärker überhand. Der Parkdruck ist werktags so groß, dass auch viele Gehwege durch Langzeitparker zugeparkt werden, z. B. um die Kliniken und die Schulen. Der Raum für Fußgänger schwindet dadurch immer mehr. Dies gilt auch für Spielräume und Spielwege von Kindern. Häufig müssen Fußänger auf die Fahrbahn ausweichen. Zudem führt Geh-wegparken zu Erdverdichtungen und Beschädigungen der Gehwege mit erhöhten Folgekosten. Auch die Eingangszonen des Schmechtingtales und des Stadtparks werden bisweilen als Parkfläche genutzt. Ebenso trifft dies für den 'Schillerplatz' zu, trotz teilweise erfolgter Abpollerung. Parkverbote an Einmündungen, abgesenkten Bordstein-kanten, Haltestellen, in scharfen Kurven, auf Schachtdeckeln werden nicht beachtet und von den Behörden hingenommen.

Katastrophal ist die Situation bei Veranstaltungen speziell im südl. und nördl. Teil des Viertels. Zudem kann die Straßenreinigung vielfach nicht mehr richtig erfolgen.

1.4 Die vorhandenen Parkhäuser sind nur unzureichend genutzt. Das Parkhaus am Stadionring ist, wenn im dortigen Bereich keine Veranstaltungen stattfinden, nur ziemlich schwach besetzt. Zudem ist es nach wie vor nicht ausreichend zweckorientiert ausgeschildert. Als wenig einladend und eher wie eine dunkle Höhle präsentiert sich das Einstellhaus am Stadtparkrestaurant, das ebenfalls meistens leer steht. Neu hinzugekommen ist das Parkhaus des Augusta-Krankenhauses, vorzugs-weise mit Stellplätzen für Beschäftigte und Besucher, aber auch für Anwohner. Ohne begleitende Parkneuregelungen im Augusta-Bereich dürfte dieser Neubau dort vermut-lich kaum zu einer Entspannung des Parkdrucks beitragen.
Stand: 08.00

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Agenda für das Stadtparkviertel

Konzept 'Parken im Stadtparkviertel'

(2) Leitziele
2.1 Viertelverträglichere Mobilität. Restriktive Handhabung der Parkmöglichkeiten, die eine Nutzung für Langzeitparker (Berufspendler und Fahrgemeinschaften) unattraktiv macht. Verminderung des Parkdrucks auf den Straßen zum Schutze vor kritischen Einwirkungen, die gesundheitliche Risiken beinhalten und Wohnen, Ruhe sowie Erho-lung stören. Kein Parken auf Gehwegen. 2.3 Verbesserungen im Bus- / Bahnverkehr. Mehr Park & Ride. Förderung von Firmen-tickets für Polizeibedienstete, Klinikmitarbeiter u.a. Einführung eines preisgünstigen ganztags gültigen Schülertickets.

2.4 Stärkere Berücksichtigung der Belange nicht motorisierter Verkehrsteilnehmer. Schutz von Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen, Radfahrern, Erholungssuchen-den u.a. Mehr Sicherheit und Komfort für Fuß-/Spaziergänger, mehr Spielräume für Kinder. Stärkung der Anziehungskraft dieses Raumes als Naherholungsgebiet. Berück-sichtigung von Aspekten des Denkmalschutzes.

2.5 Nachhaltige Entwicklung der Lebens- und Umweltqualität, der sozialen Brauch-barkeit der Straßenräume sowie der ästhetischen Struktur im gesamten Viertel entspre-chend den Grundgedanken der Agenda 21. Sorgsamer Umgang mit den Bodenflächen. Schutz und Weiterentwicklung der Freiräume, Verbesserung der Lebensbedingungen für Alleebäume sowie auch der Möglichkeiten für die Straßenreinigung. Restrukturierung von für Stellplätze geopferte Vorgärten.
Stand: 08.00

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Agenda für das Stadtparkviertel

Konzept 'Parken im Stadtparkviertel'
(3) Vorschläge

Die Vorschläge orientieren sich an der Frage, wie eine nachhaltige Entwicklung im Stadtparkviertel ermöglicht werden kann. Vordringlich gehört dazu die Reduzierung des Parkdrucks, verbunden mit einer bedarfsorientierten Parkraumbewirtschaftung - mit / ohne Parkreservate für Anwohner:

3.1. Entgeltpflichtige Parkzonen im unmittelbaren Bereich besonders stark frequen-tierter Einrichtungen (z. B. Kliniken / Museen), in der Zeit zwischen 8h und 16h, mit Höchstparkdauer von drei bis vier Stunden (Parkscheinautomaten), mit An-wohnerparken;

3.2. Kostenneutrale Parkzonen in angrenzenden Bereichen, ebenfalls zwischen 8h u. 16 h mit Höchstparkdauer von drei bis vier Stunden (Parkscheibe), mit Anwoh-nerparken;

3.3. Eingeschränktes Haltverbot (Z 286, falls möglich mit Zusatzschild Z 1052-37) in verschiedenen Bereichen, ebenfalls zeitlich begrenzt, mit / ohne Anwohner-parken;

3.4. Geordnetes Parken gem. StVO in den übrigen Straßen, ohne geregeltes An-wohnerparken. Vermutlich werden jedoch die den ausgewiesenen Parkzonen (3.1.-3.3.) benachbarten Bereiche Ausweichparkverkehr von Einpendlern auf-nehmen. Die Entwicklung ist zu beobachten. Erforderlichenfalls ist die entspr. Regelung auszuweiten.

3.5. Errichtung eines Park & Ride-Platzes an der Herner Str. / Ecke Auffahrt A 40 (ehem. Aral-TS / Wasserauffangbecken), nutzbar speziell auch für Schul- und Sportbusse;

3.6. Bau transparenter Parkdecks/-paletten im südlichen Bereich: für Anwohner und Einpendler (Bergbaumuseum, Polizeibedienstete, Studenten der Fachhoch-schule Georg Agricola u.a.); Standorte: Wielandstr. / Ecke Schillerstr. und Nord-ring (Hofgelände hinter der nördlichen Häuserzeile zwischen Kortumstr. / Uhlandstr.) mit je 300 Stellplätzen, evt. privat finanziert.

3.7. Optimierung des Leitsystems zu den vorhandenen Parkhäusern und Busstell-plätzen des Viertels. Dabei für Busse zusätzliche Stellplätze an passenden Stellen ausweisen.

3.8. Markierung von Parkabständen an problematischen Stellen wie Einmündun-gen, Haltestellen, scharfen Kurven.
Stand: 08.00


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Statut
der
BÜRGERINITIATIVE AM STADTPARK
in Bochum

Präambel
Die BÜRGERINITIATIVE AM STADTPARK (nachfolgend kurz BAS) ist seit März 1998 aktiv. Sie hat für das Bochumer Stadtparkviertel ein strategisches Konzept erarbeitet, das sich mit der Zukunftsperspektive dieses Stadtviertels befaßt. Das Konzept trägt den Titel: ‘Agenda für das Stadtparkviertel’. Es reflektiert einerseits den Unmut der Bürger über den dort immer problematischer werdenden Autoverkehr mit allen daraus resultierenden Belastungen. Andererseits enthält es vielfältige Anregungen und Verbesserungs-vorschläge, die den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Umwelt zugute kommen sol-len. Im Oktober 1998 legte die BAS dieses Konzept dem Rat der Stadt Bochum als Petition vor.

(1) Zweck
Mit der ‘Agenda für das Stadtparkviertel’ soll erreicht werden, daß der Problemdruck im Stadtparkviertel aus dem Nebeneinander unterschiedlichster Nutzungen, im Sinne einer zukunftsorientierten Entwicklung, minimiert wird. Aufgrund der komplexen Zusammen-hänge werden isolierte Einzelmaßnahmen bei der Bewältigung insbesondere der be-stehenden Verkehrsprobleme nicht als hilfreich angesehen. Die Strategie ist deshalb darauf ausgerichtet, mit ganzheitlichem Ansatz und der Prämisse einfacher Realisier-barkeit die Probleme zielgerichtet anzugehen.

(2) Form
Die BAS ist ein lockerer Zusammenschluß von Bürgerinnen und Bürgern, die in der Meinung übereinstimmen, daß die Zukunftsfähigkeit des Bochumer Stadtparkviertels zu bedeutsam ist, um dessen Entwicklung allein Verwaltung und Politik in Bochum zu über-lassen. Die BAS hat keinen Vereinsstatus.

(3) Mitwirkung
Alle Bürgerinnen und Bürger, denen die Zukunftsfähigkeit des Stadtparkviertels am Herzen liegt, sind aufgerufen, in der BAS mitzuwirken. Die Mitwirkung wird durch Ein-tragung und Unterschrift in einer Mitgliederliste bekundet; sie kann jederzeit formlos be-endet werden. Es werden keine Mitgliedsbeiträge erhoben, aber für die Finanzierung von Ausgaben sind Spenden willkommen.

(4) Mitgliederversammlungen
Die Mitglieder wählen auf einer Mitgliederversammlung einen Sprecher sowie zwei stell-vertretende Sprecher, die die BAS nach außen vertreten. Ihre Wahl erfolgt für die Dauer von jeweils 2 Jahren. Zu Mitgliederversammlungen lädt der Sprecher ein. Sie finden mindestens einmal pro Kalenderhalbjahr statt und werden vom Sprecher oder einem Stellvertreter geleitet. Mitgliederversammlungen sind unabhängig von der Zahl der er-schienenen Mitglieder beschlußfähig. Alle anwesenden Mitglieder sind stimmberechtigt. Bei Wahlen oder Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit.
Stand: 13. Dezember 2001


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BÜRGERINITIATIVE AM STADTPARK
Vertreten durch Hans-Otto Forth, Horst Werner, Dr.Horst Manns
Agenda
für das Stadtparkviertel

Leitsätze
Im Sinne einer zukunftsorientierten Entwicklung des Stadtparkviertels, d.h. unter Berücksichtigung verkehrsbezogener, ökologischer und sozialräum-licher Aspekte, hat die BAS fünf Leitsätze formuliert:

Erstens
Das Verkehrsaufkommen muß reduziert, das Parken muß anders geregelt werden.

Zweitens
Die Verkehrsprioritäten müssen neu definiert, nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern muß ein höherer Stellenwert eingeräumt werden.

Drittens
Die verkehrsbedingten kritischen Einwirkungen auf Gesundheit, Sauberkeit und Umwelt müssen vermindert werden.

Viertens
Die Wohnumfeldqualität muß verbessert, für Anwohner müssen Parkreservate geschaffen werden.

Fünftens
Die Freiraume müssen bewahrt und weiterentwickelt werden. Qualität und Anziehungskraft dieses Bereiches als Naherholungs-und Kulturgebiet müssen gestärkt werden. Wegen der komplexen Zusammenhänge hält die BAS isolierte Einzelmaß-nahmen bei der Bewältigung speziell der bestehenden Verkehrsprobleme für wenig hilfreich. Die Strategie muß deshalb darauf ausgerichtet sein, mit ganzheitlichem Ansatz und der Prämisse einfacher Realisierbarkeit die wachsenden Probleme zielgerichtet anzugehen.
Stand: 13. Dezember 2001

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Vertreten durch Hans-Otto Forth, Horst Werner, Dr.Horst Manns


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Agenda
für das Stadtparkviertel

Leitlinien
(1) Viertelverträglichere Mobilität

(2) Neufestlegung der Verkehrsprioritäten (3) Minderung kritischer Umwelteinwirkungen (4) Verbesserung der Wohnumfeldbedingungen (5) Förderung der Naherholungs- und Kulturstruktur Stand: 13. Dezember 2001

Blick von Tippelsberg nach Süden auf
das Stadtparkviertel


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Schluß mit der Verhunzung des historischen Bochumer Stadtparkviertels

Die BÜRGERINITIATIVE AM STADTPARK (BAS),
aktiv seit März 1998, hat den Problemdruck im Stadtparkviertel aus dem Nebeneinander unterschiedlichster Nutzungen in einer 'Agenda für das Stadtparkviertel' (vorm. Mobilitätskonzept) thematisiert. Dieses strategische Konzept wurde im Oktober 1998 dem Rat der Stadt Bochum als Petition angereicht. Wenn alle Pläne für weitere Nutzungen im Stadtparkviertel realisiert werden sollten, dürfte sich dieser Problemdruck noch erhöhen. Angesichts dessen stellt sich die Frage, ob dieser Naherholungsbereich insbesondere der Aufgabe der Wohlfahrtswirkung überhaupt noch gerecht werden kann.

(1) Ausgangslage Das Stadtparkviertel, weitgehend denkmalgeschützt, besteht aus dem fast 130-jährigen Stadtpark und den angrenzenden Wohngebieten mit zahllosen repräsentativen Bürgerhäusern. Zudem ist hier eine Reihe von bedeutenden Kultureinrichtungen vorhanden. Der Bochumer Stadtpark gilt als bemerkenswerte Parkschöpfung des 19. Jahrhunderts. In seiner stadthistorischen Bedeutung sind die Wohngebiete vergleichbar mit dem Bremer Bürgerviertel. Allerdings ist dies in den Köpfen der Bochumer Bürgerschaft kaum verankert.

Drei Verkehrsstraßen des sog. Vorbehaltsnetzes zerschneiden das Stadtparkviertel wie Messer: Die Berg- mit der Kortumstraße, die Gudrun- und die Klinikstraße. Hinzu kommt die Kurfürstenstraße. Besonders sie tragen dazu bei, daß sich die Verkehrsproblematik in diesem Wohn-, Naherholungs- und Denkmalbereich mehr und mehr zuspitzt.

Das hier permanent steigende Aufkommen an Durchgangs-, Umgehungs- und Parksuchverkehr erfüllt die BAS mit großer Sorge: Lebens- und Naherholungsqualität unterliegen zunehmender Beeinträchtigung durch Lärm und Luftschadstoffe o Wertvolle Bodenflächen werden fehlgenutzt, blockiert, geschädigt o Fußgänger werden in ihrer Bewegungsfreiheit behindert, in ihrer Sicherheit gefährdet o Der Frei- und Spielraum für Kinder schwindet zunehmend o Die Lebensbedingungen der vorhandenen Grünsubstanz verschlechtern sich ständig o Das Viertel droht mehr und mehr zu einem Großparkplatz sowie durch die zahlreichen Containerplätze zu einem 'Dorado für Mülltouristen' zu degenerieren. 'Parkstadt statt Stadtpark' hieß es in der Lokalpresse.

(2) Zukunftsperspektiven Mit der 'Agenda für das Stadtparkviertel' möchte die BAS dazu beitragen, daß in diesem Stadtteil im besonderen eine spürbare Verminderung der aus dem Autoverkehr resultierenden Probleme herbeigeführt wird. Ihre Anregungen und Vorschläge für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung, im Sinne einer viertelverträglicheren Mobilität sowie auch der Wohlfahrtswirkung, orientieren sich an fünf

Leitsätzen:
(1) Das Verkehrsaufkommen muß erheblich reduziert, das Parken muß anders geregelt werden.
(2) Die Verkehrsprioritäten müssen neu definiert, nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern muß ein höherer Stellenwert eingeräumt werden.
(3) Verkehrsbedingte Einwirkungen auf Gesundheit, Sauberkeit, Umwelt müssen vermindert werden.
(4) Die Wohnumfeldqualität muß verbessert, für Anwohner müssen Parkreservate erstellt werden.
(5) Freiräume müssen bewahrt, Qualität und Anziehungskraft dieses Bereiches als Naherholungs- und Kulturgebiet müssen gestärkt werden.

Wegen der komplexen Zusammenhänge sieht die BAS isolierte Einzelmaßnahmen bei der Bewältigung speziell der herrschenden Verkehrsprobleme als wenig hilfreich an. Das Konzept ist deshalb darauf ausgerichtet, mit ganzheitlichem Ansatz und der Prämisse einfacher Realisierbarkeit dem wachsenden Problemdruck in diesem Stadtviertel zu Leibe zu rücken.

Auf der Grundlage der 'Agenda für das Stadtparkviertel' hat die BAS zudem ein spezielles Konzept 'Parken im Stadtparkviertel', ein Radfahrkonzept und ein weiteres mit Vorschlägen für die Einrichtung einer 'Denkmal & Kulturroute erarbeitet sowie spezielle Maßnahmenvorschläge für den östlichen Bereich des Stadtparkviertels zwischen Bergstraße und Stadionring in einer speziellen Zusammenstellung nach Straßen priorisiert. Notwendig ist darüber hinaus auch noch ein spezielles Grünkonzept.



(3) Problemlösungen Die 'Agenda für das Stadtparkviertel' befaßt sich mit der zukunftsorientierten Gestaltung dieses Stadtviertels. Einerseits reflektiert sie den Unmut der Bürger über den dort immer größer werdenden Problemdruck. Andererseits enthält sie vielfältige konkrete Anregungen und Verbesserungsvorschläge zur Lösung der Probleme. Die Aktivitäten der BAS stellten die Weichen für einen moderierten Workshop, der speziell für das östliche Stadtparkviertel zwischen Bergstraße und Stadionring ins Leben gerufen wurde. Unter Beteiligung der BAS hat dieser Workshop ein ganzheitliches Verkehrskonzept erarbeitet. Stadtentwicklungsausschuß und Bezirksvertretung BO-Mitte haben dieses Konzept als Beratungsgrundlage begrüßt und die Verwaltung mit Ausführungsplanungen und deren Umsetzung beauftragt. Allerdings ist die BaS enttäuscht darüber, daß der in dem Workshop erzielte Konsens in einigen nicht unwichtigen Teilen, speziell was die Wohlfahrtswirkung anbetrifft, nachträglich durch eine Mehrheitsentscheidung der Politik verwässert wurde, obwohl alle politischen Parteien in dem Workshop vertreten waren.



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